Mediator, Zuhörer, Vermittler – Paartherapeut in Köln

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Mediator, Zuhörer, Vermittler – Paartherapeut in Köln

Blogbeitrag von David Gerhard

Bezug nehmend auf: Interview-Ausschnitt aus “Spiegel Online” vom 08.05.2012 / Zitat:

SPIEGEL: Welche Rolle nehmen Sie als Therapeut ein?

Schmidbauer: In erster Linie bin ich Zuhörer und Aufklärer. Ich bin der Geburtshelfer bei der Erkenntnis, was überhaupt für ein Spiel gespielt wird. Als Therapeut sollte man versuchen, die Paardynamik zu verstehen. (…)

Mein Kommentar als Paartherapeut in Köln –
David Gerhard – Praxis für Psychotherapie, Paartherapie & Coaching

Als Paartherapeut mit eigener Praxis in Köln schließe ich mich der Einschätzung meines Kollegen Wolfgang Schmidbauer an –

Der Paartherapeut ist eine Art Mediator, der in der ersten Phase der Paartherapie die Klienten sehr ausführlich zu Wort kommen lässt, ihre jeweligen Standpunkte so darstellen lässt, bis der Klient das Gefühl hat: So, jetzt habe ich es einmal ganz klar und deutlich äußern können, ohne dass der andere mir ins Wort gefallen ist. Und bei diesen Ausführungen ist ein Dritter – der Paartherapeut – anwesend gewesen und hat mir zugehört, mein Partner / meine Partnerin kann also anschließend nicht behaupten, ich hätte diesen oder jenen Punkt gar nicht erwähnt.

Paartherapeut – Vermittler bei Kommunikationsdefiziten

Dass es im Laufe einer Beziehung zu einem Wandel in der Kommunikation kommt, ist nur natürlich. So wie sich der Grad der Verliebtheit ändert, so ändert sich auch die Art der Konversation – die Wortwahl, die Stimmlage, die Zugewandtheit zu dem anderen. Wenn der Prozess eine negative Dynamik annimmt, wird die Kommunikation zwischen den Partnern zunehmend rauer, der “Grundton” verändert sich deutlich – nicht mehr das aufmerksame Zuhören und Eingehen auf das Gesagte findet statt, sondern es tritt eine Routine zu Tage, die man eher mit einem “Zur Kenntnis nehmen” gleichsetzen kann, oder auch mit einem “Überhören” dessen, was den anderen gerade beschäftigt und was er seinem Partner / seiner Partnerin mitteilen möchte.

Vor allem in den ersten Sitzungen einer Paartherapie offenbaren sich die eingeschliffenen Kommunikationsmuster, die sich ein Paar über die Jahre hinweg “antrainiert” hat, sehr deutlich.

Die Aufgabe des Paartherapeuten liegt dann in erster Linie im Mediieren – in einer beruhigenden, klärenden Vermittlung zwischen den Partnern – schließlich sollen beide – Freund und Freundin, Ehefrau und Ehemann – die Möglichkeit und den Raum erhalten, sich zu den Verständigungsschwierigkeiten in der Beziehung zu äußern, und zwar ohne Druck von außen, ohne, dass die Ausführungen unterbrochen werden oder gar von dem anderen mit harschen Worten “zertrampelt” werden, also ohne gegenseitige Aggressionen.

Das wohlwollende und klare Umfeld der Beratungspraxis, in der die Gespräche stattfinden, fördert die Wiederaufnahme einer echten Paar-Kommunikation, so wie sie die Partner in aller Regel zu Beginn ihrer Beziehung erlebt und praktiziert haben – und die sie dann im Laufe der Zeit zunehmend verloren haben.

Das Setting der Paartherapie befördert die Einschätzungen des Einzelnen, aber auch die gemeinsamen Positionen des Paares ans Licht, so dass der jeweils andere auch in die Lage eines Perspektivwechsels versetzt wird – ein entscheidender Schlüssel zur Klärung und Verständigung innerhalb der Beziehung. Viele an einer Beziehung Beteiligte haben im Laufe von Jahren das Gefühl für die Lage des anderen verloren, für die emotionalen Anteile, die der andere bereit ist, in die Beziehung einzubringen. Eine Partnerschaftsbeziehung ohne Emotionen ist nicht mehr lebendig, ist nur noch ein Abspulen von Gewohnheiten, kann letztlich beendet werden – am Ende bleibt von einem einst wohlwollenden Zusammensein, von einer emotionalen Zuwendung, einer Empathie nur noch wenig übrig.

Möglichkeiten, die Beziehungssituation aus einem ganz anderen, weil unverstellten Blickwinkel zu betrachten, die Gefühlsanteile zum anderen neu zu definieren, bietet die Paartherapie.

Lediglich die Bereitschaft, sich mitzuteilen, müssen beide Partner mit in die Gespräche bringen. Der Prozess des “Neu-Gestaltens” der Paarbeziehung wird dann durch den Paartherapeuten begleitet.

Hinweis: Oben genanntes Zitat aus “Spiegel Online” vom 08.05.2012 aus dem Artikel: Paartherapie: “Den Schmerz ertragen” Dienstag, 08.05.2012 Quelle: Spiegel Online, Das Interview führte Christiane von Korff


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